WEISHEITSZÄHNE – DURCHBRUCHSPROBLEME UND WEISHEITSZAHNENTFERNUNG
Weisheitszähne – auch als „dritte Molaren“ bezeichnet – sind die hintersten Backenzähne. Sie befinden sich im Ober- und Unterkiefer auf jeder Seite hinter den Schneidezähnen, Eckzähnen, den beiden vorderen Backenzähnen (Prämolaren) und den beiden ersten Molaren; sie nehmen also die achte Position ein, weshalb sie umgangssprachlich oft als „Achter“ bezeichnet werden.

Die Weisheitszähne haben den oberen Eckzahn aus dem Zahnbogen gedrängt und die Zahnstellung im linken Unterkiefer massiv beeinträchtigt. Bis zum 19. Lebensjahr hatte der Patient eine korrekt ausgerichtete Zahnreihe; als dann die Weisheitszähne durchbrachen, fehlte ihnen der nötige Platz, was zu einer Verschiebung des gesamten Gebisses führte.
Sie brechen meist im Alter von etwa 20 Jahren durch – daher auch die Bezeichnung „Weisheitszähne“. Im Idealfall sind vier dieser Zähne vorhanden. Im Laufe der menschlichen Evolution hat sich der Kiefer verkleinert, während die Zähne annähernd gleich groß geblieben sind. Dies führt dazu, dass die Weisheitszähne häufig im Knochen verbleiben (retiniert sind) oder nicht vollständig durchbrechen. Dadurch üben sie Druck auf die davorliegenden Zähne aus – sofern diese überhaupt vorhanden sind, denn manche Menschen haben von Natur aus keine Weisheitszähne.
Wenn ihnen der Platz zum Durchbruch fehlt, drücken sie stark gegen die vorderen Zähne, was zu Veränderungen der Zahnstellung im Frontzahnbereich führen kann. Auch die hinteren Backenzähne leiden darunter, da der Druck der Weisheitszähne einen übermäßigen Kontakt zu den Nachbarzähnen erzeugt. Aus diesen Gründen beobachten wir oft eigentlich sehr gesunde Zähne, die plötzlich ihre Position verändert haben: Die Zähne vor den Weisheitszähnen stehen nicht mehr im korrekten Zahnbogen, und die ersten sowie zweiten Molaren können Schaden nehmen – etwa durch Frakturen oder die Notwendigkeit einer Wurzelkanalbehandlung (Devitalisierung). Dies ist ein typisches klinisches Bild bei starkem Druck durch Weisheitszähne. Aufgrund des neu entstandenen Platzmangels bzw. Drucks kann für manche Patienten eine erneute kieferorthopädische Behandlung erforderlich werden.
Im Dental Estetic Studio wird häufig entschieden, ob Weisheitszähne erhalten oder entfernt werden sollen. Bei kieferorthopädischen Patienten entscheidet der Kieferorthopäde Professor Meštrović – nach eingehender Untersuchung und Analyse einer Panorama-Röntgenaufnahme – in Zusammenarbeit mit Dr. Knego meistens, dass die Weisheitszähne entfernt werden sollten.
Die meisten Patienten haben Probleme mit Weisheitszähnen, etwa durch einen erschwerten Durchbruch, retinierte (im Kiefer verbliebene) oder teilretinierte Zähne sowie Karies, die aufgrund der schwierigen Zugänglichkeit und Reinigung entsteht; daher werden Weisheitszähne auch als „Sammelstellen für schädliche Bakterien“ bezeichnet.
Ein erschwerter Durchbruch kann zudem häufig Schmerzen in diesem Bereich verursachen, begleitet von Rötung, Schwellung und – in schwereren Fällen – einer eingeschränkten Mundöffnung mit Schmerzausstrahlung in Richtung Ohr. Auch geschwollene Lymphknoten und erhöhte Körpertemperatur können auftreten. In solchen Fällen kann die Behandlung das Spülen des Raums zwischen Zahn und Zahnfleischtasche (gebildet durch das den Zahn teilweise bedeckende Zahnfleisch) mit antiseptischen Lösungen oder die Entfernung des überschüssigen Zahnfleischgewebes um die Zahnkrone herum umfassen. Bei schwereren Verläufen werden häufig Antibiotika verschrieben. Bei wiederkehrenden Entzündungen wird der Zahn schließlich entfernt.
Nachdem Dr. Knego im Dental Estetic Studio die endgültige Entscheidung über den Erhalt oder die Entfernung eines Weisheitszahns getroffen hat, wird der weitere Behandlungsplan festgelegt. Patienten, bei denen eine Weisheitszahnentfernung erforderlich ist – sei es, dass die Zähne bereits durchgebrochen sind oder im Knochen liegen –, werden an unseren Spezialisten für Oralchirurgie, Dr. Ivasović, überwiesen, der die Weisheitszähne schonend und effizient entfernt.
Ist der Weisheitszahn vollständig oder teilweise retiniert, wird eine sogenannte Alveolotomie durchgeführt – ein Routineeingriff im Dental Estetic Studio. Ist der Weisheitszahn bereits vollständig durchgebrochen und nicht durch Karies geschädigt, erfolgt in der Regel eine Standardextraktion. Obere Weisheitszähne lassen sich meist einfach entfernen, während bei unteren Weisheitszähnen aufgrund ihrer Lage und Größe vor der Extraktion oft zusätzlich zur Panorama-Röntgenaufnahme ein CT-Scan erforderlich ist, um zu klären, ob sie in der Nähe des Unterkieferkanals liegen.

Während des eigentlichen Eingriffs zur Entfernung der Weisheitszähne verspürt der Patient keine Schmerzen. Ein bis zwei Tage nach der Extraktion können Schmerzen, eine mögliche Schwellung im betroffenen Bereich sowie eine leicht eingeschränkte Mundöffnung auftreten. Durch die Einnahme von Schmerzmitteln und das Kühlen der Wunde lassen Schmerzen und Schwellungen jedoch rasch nach. Es ist wichtig, dass der Patient die Anweisungen befolgt und die Wunde nicht ausspült, um das für eine ordnungsgemäße Wundheilung unerlässliche Blutgerinnsel nicht zu entfernen. Auf heiße Speisen und Getränke sollte verzichtet werden, da diese das Gerinnsel auflösen können.
Wir raten unseren Patienten stets dazu – wie es auch im Dental Estetic Studio gehandhabt wird –, die Entfernung von Weisheitszähnen (insbesondere bei retinierten Zähnen) von einem Fachzahnarzt für Oralchirurgie durchführen zu lassen. Für diesen Spezialisten handelt es sich um einen einfachen Routineeingriff, wodurch dem Patienten unnötige Beschwerden oder Komplikationen während der Behandlung erspart bleiben.
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